Solidarität mit Matthias und Leonie!

Die Münchener Gewerkschaftslinke/VKG hat einen Aufruf verfasst, der Leonie aus dem Klinikum Neuperlach und unseren Aktivisten der FAU-München, Matthias, unterstützen und die Vorgänge gegen die beiden öffentlich machen soll.
Alle Betriebsgruppen, solidarische Kolleg:innen, Betriebsräte und VL sind aufgerufen Protestschreiben an das Helios Amper Klinikum Dachau und das Klinikum Neuperlach zu schicken.

Die Kollegin Leonie klagt aktuell gegen eine Abmahnung wegen eines Zeitungsinterviews. Schwereres Geschütz fährt der Helios Konzern gegen Matthias auf. Seit einem Dreivierteljahr wird ein Zustand ständiger Kontrolle und des Suchens nach Fehlern, sowie Möglichkeiten der psychischen Erniedrigung kreiert. Auch er hat gegen eine Abmahnung wegen Verteilens des jahrelangen Betriebsinfos ANTIGEN Klage eingereicht.

Das Ganze hat System! Union Busting soll Organisierung im Betrieb be- und verhindern oder zunichte machen. In den Worten der Betroffenen: Während die Verhältnisse in den Kliniken immer beschissener werden, sollen wir, die diese Kliniken unter miserablen Bedingungen am Laufen halten, mundtot gemacht werden, wenn wir eine Veränderung dieser Zustände fordern.“

Die München Klinik gGmbH will ihren Sparkurs ungestört durchziehen, weil sie seit Jahren pleite sind - die Helios Amper Kliniken AG Dachau bescheren dem Helios Konzern satte Gewinne und um diese laufend zu erhöhen, wird ein Sparkurs nach dem anderen gefahren.

Schreibt den Klinikgeschäftsführungen. Zeigt, dass diese Vorgehensweisen nicht hingenommen werden. Seid kreativ.

 

Gerade trifft es zwei. Gemeint sind wir alle!


Hintergründe:
https://www.labournet.de/category/branchen/dienstleistungen/gesund/gesund-arbeitskampf-divers/helios/
Unabhängige Betriebsgruppe am Klinikum Dachau https://betriebsgruppen.de/category/bg/bgak/
Solidaritätskomitee Kreißsaal im Klinikum Neuperlach https://www.klassegegenklasse.org/solikomitee-kreisssaal-bleibt/

Downloads:

Die Vollständige Solidaritätserklärung mit Leonie und Matthias hier zum Download.

Datum-34Dienstag, 22. August 2023 17:52
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Feierabend-Konzert am 18.08.2023. Es treten auf Harry Gump (Folkpunk, Singer/Songwriter) und die Union Thugs (Revolutionary Oi & Folk) aus Montreal. Die Union Thugs sind nicht nur allesamt Mitglieder der IWW Montreal, sie spielen auch bei diversen Picket Lines und Aktionen der Arbeiterschaft.

Zuvor Diskussion ab 19:30 Uhr mit einem Austausch zwischen der FAU München und der IWW Montreal über unsere jeweilige gewerkschaftliche Praxis.

Beginn des Konzerts ist 21:00 Uhr

 

Wo?

Freiraum Dachau
Brunngartenstr. 7
Dachau

Gerade fordern verschiedene medizinische Verbände eine Art Siesta bei enormer und zunehmender Hitze. Sogar der Bundesverband der Arbeitgeberverbände (BDA) ist hier nicht abgeneigt, hat aber wohl mehr eine Aufweichung des Arbeitszeitgesetzes im Sinne – natürlich zu ihrem Nutzen.

Ungeachtet dessen gelten schon immer Pflichten des Arbeitgebers. Das bezieht sich auf das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) §3 und §4, sowie auf die Richtlinien der Arbeitsstättenverordnung §3 Abs.1, v.a. aber A3.5. Der Arbeitgeber hat eine oft zitierte Fürsorgepflicht. Arbeitsräumlichkeiten „sollen“ eine Temperatur von 26 Grad nicht überschreiten. Ab 30 Grad Innentemperatur muss der Chef etwas machen. Zum Beispiel Ventilatoren, Kühlgeräte, Luftfilter zur Verfügung stellen, zusätzliche Pausen gewährleisten oder Getränke bereitstellen. Ab 35 Grad ist ein Arbeitsplatz ungeeignet. Sollte es einen Betriebsrat geben, kann (oder könnte, wie die Praxis oft zeigt) dieser aus eigener Initiative Maßnahmen verlangen, benennen und einklagen.

Auch zum diesjährigen 1. Mai hat die FAU München zusammen mit befreundeten Gruppen und Initiativen eine eigene Kundgebung auf dem Goetheplatz durchgeführt. Beteiligt waren neben der FAU die IWW München, die Gruppe "Feministischer Streik München" und das Netzwerk "Solidarity Network Dachau". Wie jedes Jahr, standen auch dieses Mal die Alltagssorgen sowie die Arbeits- und Lebensbedingungen der Lohnabhängigen im Mittelpunkt der Kundgebung. Die rund 50 Teilnehmenden lauschten trotz Regens den Redebeiträgen einer Hebamme des Krankenhauses Neuperlach, die vom Kampf gegen die Schließung des Kreißsaals berichtete, eines Kollegen, der von den miesen Arbeitsbedingungen bei der Betreuung von Menschen mit Handicap sprach sowie eines FAU-Gewerkschafters, der über die konkreten Möglichkeiten basisgewerkschaftlicher Aktivität in Betrieben redete. Auch über die Arbeit des Dachauer Solidaritätsnetzwerkes, das bei Problemen auf Arbeit, bei der Wohnungssuche oder mit den (Ausländer-)Behörden hilft, wurde in einem Beitrag informiert. Gemäß dem Motto "selbst bestimmen selbst organisieren - Wir kriegen nur wofür wir kämpfen" lag der inhaltliche Schwerpunkt aller Beiträge auf verschiedenen Formen der Selbstorganisation am Arbeitsplatz.
Für kulturelle Auflockerung sorgte ein FAU-Mitglied, der mit Gitarrenbegleitung alte Arbeiterlieder samt neu verfasster Texte zum Besten gab.
Nach Abschluss der Kundgebung zogen noch viele der Teilnehmenden zur Auftaktkundgebung der revolutionären 1. Mai-Demonstration auf dem Rindermarkt weiter.

Wir kriegen nur, wofür wir kämpfen

Unter diesem Motto findet unsere diesjährige 1.Mai-Kundgebung in München statt.

Goetheplatz

11.30 Uhr bis 13.00 Uhr

Hier kommen Beschäftigte selbst zu Wort und berichten ungeschönt über miese Arbeitsbedingungen und den alltäglichen Kampf für etwas Besseres. Unter der Oberfläche finden Ansätze von Selbstorganisation und solidarischem Handeln statt – fernab von Organisationsinteressen und ohne politische Steuerung von oben. In Zeiten von massiven Verteuerungen von Lebensmitteln, Strom und

Heizung, gleichbleibend hohen Mieten und niedrigen Löhnen gilt es mehr denn je gemeinsam unsere Stimmen zu erheben.

Die Basisgewerkschaft FAU-München wächst beständig und ist mittlerweile regelmäßig in Betriebskonflikte involviert. Sie bietet gewerkschaftliche Sprechstunden an, um Beschäftigte mit Problemen in der Arbeit rechtlich und strategisch zu beraten, sie organisiert und zahlt den Anwalt, wenn es gegen den Chef vor Gericht geht. Dieses Beratungsangebot wird von vielen Lohnabhängigen genutzt.

Um diesen Erfordernissen weiterhin gerecht werden zu können, muss die FAU ihre Kapazitäten ausbauen. Deswegen ziehen wir von unserem bisherigen Büro in ein größeres Ladenlokal um. Zu welchem Zeitpunkt die Eröffnung des neuen Gewerkschaftslokal stattfindet, wird erst nach den notwendigen Umbauarbeiten verraten. Dann aber werden natürlich alle Helfenden und Interessierten eingeladen.

 Wie sich wohl jeder vorstellen kann, bindet solch ein Ladenlokal erhebliche finanzielle Ressourcen. Um weiterhin die gewerkschaftliche Arbeit (Betriebsgruppen, Rechtsanwälte, Streikgelder, gewerkschaftliche Beratung usw.) finanzieren und gewährleisten zu können, ist die FAU sowohl auf Spenden als auch auf eine weiter wachsende Mitgliederbasis angewiesen. Werde daher auch Du Mitglied der FAU-München und somit Teil einer kämpferischen, solidarischen Basisgewerkschaft.

 

 

Kontoverbindung
FAU München
GLS-Bank
IBAN: DE30 4306 0967 8211 5863 00
BIC: GENODEM1GLS