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Mit dem 16. November 2022 fiel in Bayern die Isolationspflicht bei einem positiven Corona Befund weg.

Mit entsprechenden Auswirkungen auf unseren Arbeitsplatz und auf die Lohnfortzahlung im Falle einer Infektion.

 

Die Regelung im Überblick

Zunächst einmal bedeutet die neue Regelung, man darf auch mit einem positiven Corona-Test auf die Straße und vor allem in die Arbeit gehen. Empfohlen wird in geschlossenen Räumen eine FFP2 Maske zu tragen, mindestens aber eine medizinische Maske. Sich nicht in große Menschenmengen zu begeben wird auch lediglich empfohlen.

Diese Maßnahme ist primär vorteilhaft für Arbeitgeber, weil dadurch Ausfälle so gut wie nicht mehr vorkommen. Diese Ausfälle waren während der Omikron-Welle zu Beginn des Jahres ein großes Problem für die Unternehmen. Die Forderung der Aufhebung der Isolationspflicht kam schon da auf. Die Gesundheit von uns selbst und unseren Mitmenschen - am Arbeitsplatz und darüber hinaus - spielt hier wieder eine untergeordnete Rolle. Zudem weist das Papier deutliche Mängel zu Ungunsten aller Beschäftigten in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen, sowie gegenüber faktisch erkrankten Covid-19 Patient:innen auf.

Wir wollen als Allgemeines Syndikat München hiermit eine kleine Übersicht über Sozialleistungen & andere Unterstützungsleistungen geben. Diese können den aktuellen finanziellen Wahnsinn etwas abfedern. Was sie aber natürlich nicht können, ist den Kampf fürs „Gute Leben für Alle“ zu ersetzten. Da sich gerade ständig was im sozialrechtlichen Bereich ändert, kann diese Übersicht nur als Einstieg und Überblick dienen.
Generell gilt: Wir kriegen nur wofür wir kämpfen! Zum Beispiel in der FAU

Eine Heilpädagogin der AWO Dachau wurde für einen Monat nach einer niedrigeren Entgeltstufe bezahlt, als es für ihre Qualifikation eigentlich vorgesehen ist. Sie machte kurz vor ihrem Ausscheiden aus dem Betrieb die Personalabteilung darauf aufmerksam, worauf man ihrem Anspruch widersprach. Nicht näher erklärte Fristen seien verstrichen. Auf Nachfrage um welche Fristen es sich handle, bekam sie keine konkrete Antwort mehr. Daraufhin wandte sich das Allgemeine Syndikat München mit einem Schreiben an die Geschäftsstelle der AWO Dachau, um den Lohn für ihr Mitglied geltend zu machen und den Anspruch zu bekräftigen. Als die Gegenseite die darin gesetzte Frist verstreichen ließen, wurde beim Arbeitsgericht München Klage eingereicht. In Folge dessen versuchte die AWO Dachau rasch eine Einigung herbei zu führen und überwies den ausstehenden Betrag von knapp 500 Euro.

Solche und ähnliche Lohntricksereien kommen regelmäßig vor. Dem lässt sich aber mit gewerkschaftlicher Hilfe begegnen, wie das obige Beispiel zeigt. Unsere gewerkschaftliche Beratung hilft dir, deine Ansprüche geltend zu machen.

Die unabhängige Betriebsgruppe am Helios Klinikum Dachau verteilt eine neue Ausgabe des Betriebsinfos "Antigen".

 

Enthalten sind die neuesten Aufreger und Frechheiten, sowie steigender Profitdruck beim größten Klinikkonzern Europas. Und natürlich ein Update zum nicht endenden Personalmangel und den miesen Arbeitsbedingungen.

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Datum-31Mittwoch, 20. Juli 2022 09:06
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Am internationalen Kampftag aller Lohnabhängigen wollen FAU München, Feministischer Streik München und IWW München all jenen ein Stimme geben, die den Laden 365 Tage im Jahr aufrecht erhalten. Darum lautet dieses Jahr das Motto:

 

überlastet, ungesehen, un(ter)bezahlt - selbstorganisiert & solidarisch gegen miese Arbeitsbedingungen

 

Los geht es um 9:45 Uhr zur DGB Demo. Dort wird es einen feministischen-basisgewerkschaftlichen Block geben.

 

Treffpunkt: 9:30 Uhr Odeonsplatz

 

Danach 1. Mai Kundgebung
12:30 Uhr
Rotkreuzplatz

Beschäftigte aus verschiedenen Betrieben und Branchen werden über ihre alltäglichen Arbeitsbedingungen und ihre Gegenwehr berichten. Es besteht außerdem die Möglichkeit, eine gewerkschaftliche Erstberatung an Ort und Stelle in Anspruch zu nehmen.
Trotz Pandemie, knapper Kohle und familiärer Verpflichtungen sind wir weder stumm noch wehrlos. Wir können kämpfen! Der 1. Mai ist eine wunderbare Gelegenheit, das klarzustellen und die Realität des Lebens in Lohnarbeit sichtbar zu machen. Niemand redet mehr über die Systemrelevanten? Wir sprechen  selbst und schließen uns zusammen!

 

Heraus zum 1. Mai 2022

Besuch der Münchner Gorillas Warehouses

Zum bundesweiten Aktionstag »Freitag, der 13.« (August) besuchten Aktive der FAU München vier von acht Gorillas-Warenlager in München. Seit Mitte Juni 2021 machen Rider des Lieferdienstes Gorillas in Berlin mit spontanen Streiks und Belagerungen einzelner Warenlager von sich reden. Zusammengeschlossen im Gorillas Workers Collective kämpfen sie gegen Kettenbefristungen, Kündigungen in der Probezeit, Zeitdruck, mangelnde Ausrüstung sowie eklatante hygienische Mängel in den Warenlagern.

Gorillas wirbt damit, Waren aus dem Supermarkt innerhalb von 10 Minuten nach Hause zu liefern. Das Unternehmen hat bereits ein Jahr nach Gründung einen Marktwert von 1 Mrd. US-Dollar überschritten. Wie in so vielen Start-up Unternehmen geht dieser Boom zu Lasten der dort Arbeitenden, die nur knapp über dem Mindestlohn bezahlt werden. Die Zahl der Beschäftigten dürfte in München bei mehreren Hundert liegen, da in den einzelnen Warenlagern an einem Tag etwa 60 Leute arbeiten.

Ein Vorteil für die Organisierung der Rider liegt zweifelsohne an der Tatsache, dass sie ständig die jeweiligen Warenlager anfahren und sich dort austauschen können. Bei der Aktion am 13. August 2021 in München konnte einerseits mittels Schilder und Flyer Öffentlichkeit hergestellt und andererseits mit vielen Riders längere Gespräche geführt werden. Dabei schilderten sie ihre Arbeitsbedingungen. Die meisten Münchner Rider wissen von den Auseinandersetzungen in Berlin. Hier wie dort ist der Lohn gering und die Arbeit hart. Hygienische Mängel wie in den Berliner Warenlager wurden in München nicht beklagt. Auf die Frage, was sie denn am nötigsten bräuchten, kam ganz klar als Antwort: wetterfeste Kleidung für die Riders sowie Sicherheitsschuhe für die Pickers. Auch würden die (breiten) Reifen der von Gorillas gestellten Fahrräder bei nasser Fahrbahn schnell ins Rutschen geraten. Für die Behebung dieser Mängel sehen wir gemäß BGB § 618 und ArbSchG § 2, 3,4 ganz eindeutig den Arbeitgeber in der Pflicht. Außerdem betrifft das auch den Einsatz der persönlichen Smartphones für den Dienst, die zudem immer wieder während der Fahrt herunter fallen und kaputt gehen.

Obwohl viele Rider angaben, bei anderen Lieferdiensten wie Lieferando oder Dominos noch schlechtere Arbeitsbedingungen vorzufinden, bleibt der Fakt, dass auch bei Gorillas rechtliche Standards nicht eingehalten werden. Daher wurde das Angebot einer gewerkschaftlichen Beratung erfreut aufgenommen, zumal die Rider mit dem deutschen Arbeitsrecht nicht vertraut sind. Das Beispiel aus Berlin zeigt, dass es möglich ist dagegen vorzugehen – sie organisieren sich in weniger als 10 Minuten.

Gewerkschaftliche Beratung der FAU München unter: 0177 5937805

 

GorillasWorkers auf Twitter

 

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