Wie bereits berichtet, wurde unser Kollege Matthias von seinem Arbeitgeber abgemahnt. Matthias arbeitet am Amperklinikum in Dachau, das zum Helioskonzern gehört. Als Gewerkschaftsaktivist und BR-Mitglied setzt er sich bereits seit Jahren für bessere Arbeitsbedinungen im Betrieb ein. Seit geraumer Zeit ist Matthias ständigen Zermürbungsversuchen seitens der Klinikleitung ausgesetzt. Die Abmahnung ist der vorläufige Höhepunkt.

 

Wir wollen uns mit Matthias solidarisieren und klar machen, dass wir einen Angriff auf einen von uns nicht unbeantwortet lassen. Der erste Arbeitsgerichtstermin findet am Mittwoch, den 4.10.2023 statt. Ab 14.00 Uhr treffen wir uns zur Kundgebung vor dem Arbeitsgericht in der Winzererstraße 106.

 

Verteidigen wir gemeinsam das Recht auf gewerkschaftliches Engagement im Betrieb!

Gegen die Privatisierung der Gesundheitsversorgung!

Es ist soweit! Wie bereits berichtet hat die FAU-München ein Gewerkschaftslokal angemietet. Dieser Ort wird künftig unsere Anlaufstelle in der Isarmetropole sein, für gewerkschaftliche Beratung, betriebliche Vernetzung, Organisierung oder zum "Zamruck'n" an unserem Gewerkschaftstresen. Dies werden wir kräftig feiern. Mit Live-Musik, Buffet, Getränken und einer kräftigen Portion Spannung und Vorfreude auf die gemeinsamen Stunden, Diskussionen, Treffen, Planungen die uns in unseren neuen Räumlichkeiten erwarten werden. Und ihr seid alle dazu eingeladen! Um mitzufeiern, aber auch um uns kennen zu lernen.


Datum: 16. September 2023
Uhrzeit: 18 bis 23 Uhr
Ort: Gabelsbergerstraße 44, München-Maxvorstadt


Es gibt wenige Parkplätze, wir empfehlen also die Anreise mit dem ÖPNV:

U1 Stiglmaierplatz
U2 Theresienstraße
Tram 20 Sandstraße

Wir freuen uns auf euch!

Solidarität mit Matthias und Leonie!

Die Münchener Gewerkschaftslinke/VKG hat einen Aufruf verfasst, der Leonie aus dem Klinikum Neuperlach und unseren Aktivisten der FAU-München, Matthias, unterstützen und die Vorgänge gegen die beiden öffentlich machen soll.
Alle Betriebsgruppen, solidarische Kolleg:innen, Betriebsräte und VL sind aufgerufen Protestschreiben an das Helios Amper Klinikum Dachau und das Klinikum Neuperlach zu schicken.

Die Kollegin Leonie klagt aktuell gegen eine Abmahnung wegen eines Zeitungsinterviews. Schwereres Geschütz fährt der Helios Konzern gegen Matthias auf. Seit einem Dreivierteljahr wird ein Zustand ständiger Kontrolle und des Suchens nach Fehlern, sowie Möglichkeiten der psychischen Erniedrigung kreiert. Auch er hat gegen eine Abmahnung wegen Verteilens des jahrelangen Betriebsinfos ANTIGEN Klage eingereicht.

Das Ganze hat System! Union Busting soll Organisierung im Betrieb be- und verhindern oder zunichte machen. In den Worten der Betroffenen: Während die Verhältnisse in den Kliniken immer beschissener werden, sollen wir, die diese Kliniken unter miserablen Bedingungen am Laufen halten, mundtot gemacht werden, wenn wir eine Veränderung dieser Zustände fordern.“

Die München Klinik gGmbH will ihren Sparkurs ungestört durchziehen, weil sie seit Jahren pleite sind - die Helios Amper Kliniken AG Dachau bescheren dem Helios Konzern satte Gewinne und um diese laufend zu erhöhen, wird ein Sparkurs nach dem anderen gefahren.

Schreibt den Klinikgeschäftsführungen. Zeigt, dass diese Vorgehensweisen nicht hingenommen werden. Seid kreativ.

 

Gerade trifft es zwei. Gemeint sind wir alle!


Hintergründe:
https://www.labournet.de/category/branchen/dienstleistungen/gesund/gesund-arbeitskampf-divers/helios/
Unabhängige Betriebsgruppe am Klinikum Dachau https://betriebsgruppen.de/category/bg/bgak/
Solidaritätskomitee Kreißsaal im Klinikum Neuperlach https://www.klassegegenklasse.org/solikomitee-kreisssaal-bleibt/

Downloads:

Die Vollständige Solidaritätserklärung mit Leonie und Matthias hier zum Download.

Datum-34Dienstag, 22. August 2023 17:52
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Feierabend-Konzert am 18.08.2023. Es treten auf Harry Gump (Folkpunk, Singer/Songwriter) und die Union Thugs (Revolutionary Oi & Folk) aus Montreal. Die Union Thugs sind nicht nur allesamt Mitglieder der IWW Montreal, sie spielen auch bei diversen Picket Lines und Aktionen der Arbeiterschaft.

Zuvor Diskussion ab 19:30 Uhr mit einem Austausch zwischen der FAU München und der IWW Montreal über unsere jeweilige gewerkschaftliche Praxis.

Beginn des Konzerts ist 21:00 Uhr

 

Wo?

Freiraum Dachau
Brunngartenstr. 7
Dachau

Gerade fordern verschiedene medizinische Verbände eine Art Siesta bei enormer und zunehmender Hitze. Sogar der Bundesverband der Arbeitgeberverbände (BDA) ist hier nicht abgeneigt, hat aber wohl mehr eine Aufweichung des Arbeitszeitgesetzes im Sinne – natürlich zu ihrem Nutzen.

Ungeachtet dessen gelten schon immer Pflichten des Arbeitgebers. Das bezieht sich auf das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) §3 und §4, sowie auf die Richtlinien der Arbeitsstättenverordnung §3 Abs.1, v.a. aber A3.5. Der Arbeitgeber hat eine oft zitierte Fürsorgepflicht. Arbeitsräumlichkeiten „sollen“ eine Temperatur von 26 Grad nicht überschreiten. Ab 30 Grad Innentemperatur muss der Chef etwas machen. Zum Beispiel Ventilatoren, Kühlgeräte, Luftfilter zur Verfügung stellen, zusätzliche Pausen gewährleisten oder Getränke bereitstellen. Ab 35 Grad ist ein Arbeitsplatz ungeeignet. Sollte es einen Betriebsrat geben, kann (oder könnte, wie die Praxis oft zeigt) dieser aus eigener Initiative Maßnahmen verlangen, benennen und einklagen.

Auch zum diesjährigen 1. Mai hat die FAU München zusammen mit befreundeten Gruppen und Initiativen eine eigene Kundgebung auf dem Goetheplatz durchgeführt. Beteiligt waren neben der FAU die IWW München, die Gruppe "Feministischer Streik München" und das Netzwerk "Solidarity Network Dachau". Wie jedes Jahr, standen auch dieses Mal die Alltagssorgen sowie die Arbeits- und Lebensbedingungen der Lohnabhängigen im Mittelpunkt der Kundgebung. Die rund 50 Teilnehmenden lauschten trotz Regens den Redebeiträgen einer Hebamme des Krankenhauses Neuperlach, die vom Kampf gegen die Schließung des Kreißsaals berichtete, eines Kollegen, der von den miesen Arbeitsbedingungen bei der Betreuung von Menschen mit Handicap sprach sowie eines FAU-Gewerkschafters, der über die konkreten Möglichkeiten basisgewerkschaftlicher Aktivität in Betrieben redete. Auch über die Arbeit des Dachauer Solidaritätsnetzwerkes, das bei Problemen auf Arbeit, bei der Wohnungssuche oder mit den (Ausländer-)Behörden hilft, wurde in einem Beitrag informiert. Gemäß dem Motto "selbst bestimmen selbst organisieren - Wir kriegen nur wofür wir kämpfen" lag der inhaltliche Schwerpunkt aller Beiträge auf verschiedenen Formen der Selbstorganisation am Arbeitsplatz.
Für kulturelle Auflockerung sorgte ein FAU-Mitglied, der mit Gitarrenbegleitung alte Arbeiterlieder samt neu verfasster Texte zum Besten gab.
Nach Abschluss der Kundgebung zogen noch viele der Teilnehmenden zur Auftaktkundgebung der revolutionären 1. Mai-Demonstration auf dem Rindermarkt weiter.