Neustart für eine basisdemokratische Gewerkschaft!

 

Warum wird die Lage von uns Arbeitenden immer schwieriger und prekärer, ohne nennenswerte Gegenwehr unsererseits? Warum gibt es bei Fragen der unbezahlten Haus- und Betreuungsarbeit keine konsequenten Schritte nach vorne? Warum hat die gesamte Gewerkschaftsbewegung kaum angemessene Antworten für eine sich rasant ändernde Arbeitswelt? Warum können wir die Unzumutbarkeiten des Arbeitsalltags nicht in erfolgreiche Kämpfe ummünzen? Und was haben wir als Gewerkschaft mit alldem zu tun?

Wir, die Freie ArbeiterInnen Union München, haben lange versucht, einen Gewerkschaftsaufbau voranzutreiben, eine klassenpolitische Verankerung bei den KollegInnen im Betrieb zu erreichen. Gelungen ist uns das nicht. Strukturelle Schwächen, strategische Planlosigkeit, inhaltliche Beliebigkeit. Die Fehler müssen wir bei uns selbst suchen, und genau das werden wir tun. Alles kommt auf den Prüfstand, das Fundament wird neu gegossen, jeder Stein neu gesetzt. Dafür brauchen wir Zeit.
  

Wir stellen ab sofort all unsere äußerlich wahrnehmbaren Aktivitäten ein, um uns voll auf einen Neustart konzentrieren zu können.

Freie ArbeiterInnen Union München, 10.04.2019

Personal oder Profit?

Diskussion über Arbeitsbedingungen und Zukunft der Helios Amper Kliniken Dachau

Es diskutieren:

Matthias Gramlich (Krankenpfleger, Unabhängige Betriebsgruppe am Klinikum Dachau)

Stefan Löwl (Landrat, Mitglied des Aufsichtsrats)

Claus Dieter Möbs (Betriebsratsvorsitzender)

Vor zwei Jahren übernahm die Helios GmbH mehrheitlich ihren Konkurrenten Rhön Klinikum AG. Das bedeutete für die Amper Kliniken in Dachau und Markt Indersdorf eine erneute Übernahme durch damit Europas größten Klinikkonzern.

In diesem Zeitraum haben nicht nur die bereits zuvor bestehenden Probleme des Personalmangels und die damit verbundene hohe Arbeitsbelastung im Klinikum Dachau enorm zugenommen. Sie haben sich derart verschärft, dass die Berufsgruppen Pflege, Reinigung, Bettenaufbereitung und Patienten Service täglich am Rande des Machbaren arbeiten und immer öfter darüber hinaus. In der Reinigung wurden Stellen reduziert, in der Pflege die Stellen von freiwilligen Kündigungen nicht nachbesetzt. Die Küche wurde im Juli diesen Jahres komplett geschlossen, die Mehrheit des Personals gekündigt.

Die Interessen der Beschäftigten spielen im Klinikkonzern eine untergeordnete Rolle im Streben nach der vorgegebenen Gewinnspanne. Und das, obwohl die Amper Kliniken schon im Rhön Konzern eine der wirtschaftlich erfolgreichsten Kliniken darstellten. Der Druck diese Ziele zu erreichen landet tagtäglich auf den Schultern des überlasteten Personals.

In letzter Zeit wurden in der Presse Mängel bei Personal und vor allem in der Hygiene thematisiert.

Missstände sind für die Dachauer Bevölkerung als potentielle Patientinnen und Patienten oder Angehörige von Interesse. Ebenso für die Kreispolitik, da der Landkreis 5,1% Anteile an den Kliniken hält.

Es muss eine öffentliche Debatte mit Beschäftigten, Betroffenen und der Politik darüber geführt werden, in welche Richtung sich die Kliniken bewegen.

Dienstag, 25. Oktober 2016, 20:00

Ort: Cafe Gramsci, Burgfriedenstraße 3, Dachau Altstadt

In Frankreich will die Regierung eine massive Verschlechterung der Arbeitsbedingungen zugunsten der Konzerne einführen, der Protest gegen diese Reformen wurde zum Massenwiderstand: Straßen, Häfen, Raffinerien werden blockiert, es wird gestreikt, Hunderttausende demonstrieren.
Konkret geht es bei den Reformen um die Verlängerung der Wochenarbeitszeit, die Aufweichung des Kündigungsschutzes, die Verringerung des Überstundenzuschlags, die drastische Reduktion der Abfindungen bei betriebsbedingten Kündigungen, etc.
Für Dienstag den 14. Juni ruft das Bündnis der protesttragenden Gewerkschaften intersyndicale zu einem Aktionstag in Paris auf, der in ganz Europa durch dezentrale Aktionen unterstützt wird.  Die Freie ArbeiterInnen Union München (FAU) wird vor dem französischen Generalkonsulat (Heimeranstr. 31, 80339 München) zwischen 9.00 Uhr und 12.00 Uhr eine Solidaritätskundgebung abhalten.

Das Flugblatt zur Kundgebung findest du hier

+++"Die Kündigung von 'Low Performern"+++"So flexibilisieren Sie Ihre Arbeitsverhältnisse"+++"So werden sie ihren Betriebsrat los"+++

Damit bewirbt die Anwaltskanzlei "Schreiner & Partner" bundesweit ihre Schulungsseminare für Arbeitge­ber_Innen, Personaler_Innen und leitende Angestellte. Dort bringen ihnen die Jurist_Innen bei, wie sie ge­gen Betriebsrät_Innen und Gewerkschafter_Innen vorgehen und die Rechte ihrer Beschäftigten aushebeln können.


"Schreiner & Partner" wollen ein ganzes Repertoire an Methoden vermitteln, um Arbeitnehmer_Innen zu drangsalieren und Betriebsräte anzugreifen ­ wie einige Beispiele aus deren Seminar­plan zeigen:
­- Krankheit und Fehlverhalten als Kündigungsgrund
- So gestalten sie kreativ Kündigungsgründe
- ­ Lohnkürzungen durch betriebsbedingte Änderungskündigung
­- Wie löse ich einen bestehenden Betriebsrat auf?
­- Anti­Gewerkschaftsstrategie: So reduzieren Sie den Einfluss von Gewerkschaften im Betrieb

Die Nr.9 der ANTIGEN beinhaltet schwerpunktmäßig den Druck mit dem Helios gegen die Beschäftigten vorgeht. Vor allem ein Beispiel einer Krankenschwester, die im Januar von der neuen Helios PDL widerrechtlich mündlich gekündigt wurde. Die Kündigung wurde umgehend für nichtig erklärt, als rechtliche Schritte eingeleitet wurden. Zusätzlich wurden über hundert Unterschriften im Betrieb gesammelt und der Klinikleitung übergeben, um die Kollegin zu unterstützen und ihr zu zeigen, dass sie nicht allein dasteht. Und, um klarzustellen, dass wir uns als Beschäftigte nicht einschüchtern lassen. Weitere Inhalte: Druck gegen Reinigungskräfte: Unsaubere Methoden bei der Helios; Reinigung in Dachau; Druck gegen Service Personal: Schon gewusst?; Zahlen bitte: Ein Interview mit Karin Gräppi; Über Betriebsgruppen; Eine heldenhafte Kampagne.

Download Antigen Nr. 9

Der DHL-Vorstand möchte im Rahmen seiner «Strategie 2020» in fünf Jahren den Gewinn auf fünf Milliarden Euro steigern – das wäre bei der jetzigen Prognose eine Verdopplung. Um dies zu erreichen soll bei den Beschäftigten gespart werden.

Der Genosse der CNT Barcelona, der neulich im Rahmen der Operation Pandora verhaftet wurde, ist am Mittwoch gegen eine Kaution von 8000 Euro freigelassen worden. Da wird also vermutlich das übliche Justizgekasper folgen, mit einer Verhandlung irgendwann in den nächsten paar Jahren.

Siehe auch: http://cntbarcelona.org/llibertat-sota-fianca-per-al-company-empressonat-per-loperacio-pandora-ii/