Informationen zur Corona-Krise

Die derzeitige Corona-Krise stellt uns alle vor verschiedene Herausforderungen und wirft eine Menge Fragen auf. Solltet ihr rechtliche Fragen, insbesondere eure Arbeit betreffend haben, können wir euch die regelmäßig aktualisierten Infos unserer FAU-GenossInnen aus Jena und Berlin empfehlen:

https://jena.fau.org/corona/

https://berlin.fau.org/arbeitsrechtliches-faq-corona-krise

Wenn ihr oder FreundInnen im Moment Unterstützung braucht (zum Beispiel eine Einkaufshilfe oder sonstiges) weil ihr zur Risikogruppe gehört, in Quarantäne seid, oder euch andere Probleme entstehen, meldet euch gerne (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Auch wenn wir gerade die gewerkschaftlichen Aktivitäten eingestellt vhaben, um unsere Neugründung vorzubereiten, können wir untereinander solidarisch sein und gegenseitig helfen!

Solidarische Grüße FAU-München

Neustart für eine basisdemokratische Gewerkschaft!

Warum wird die Lage von uns Arbeitenden immer schwieriger und prekärer, ohne nennenswerte Gegenwehr unsererseits? Warum gibt es bei Fragen der unbezahlten Haus- und Betreuungsarbeit keine konsequenten Schritte nach vorne? Warum hat die gesamte Gewerkschaftsbewegung kaum angemessene Antworten für eine sich rasant ändernde Arbeitswelt? Warum können wir die Unzumutbarkeiten des Arbeitsalltags nicht in erfolgreiche Kämpfe ummünzen? Und was haben wir als Gewerkschaft mit alldem zu tun?

Wir, die Freie ArbeiterInnen Union München, haben lange versucht, einen Gewerkschaftsaufbau voranzutreiben, eine klassenpolitische Verankerung bei den KollegInnen im Betrieb zu erreichen. Gelungen ist uns das nicht. Strukturelle Schwächen, strategische Planlosigkeit, inhaltliche Beliebigkeit. Die Fehler müssen wir bei uns selbst suchen, und genau das werden wir tun. Alles kommt auf den Prüfstand, das Fundament wird neu gegossen, jeder Stein neu gesetzt. Dafür brauchen wir Zeit.

Wir stellen ab sofort all unsere äußerlich wahrnehmbaren Aktivitäten ein, um uns voll auf einen Neustart konzentrieren zu können.

Freie ArbeiterInnen Union München, 10.04.2019

Münchner Sparpolitik gegen die Ärmsten der Gesellschaft

Die Stadt München ist momentan mit finanziellen Problemen des Jobcenters im Bereich der Wohnungslosenhilfe konfrontiert. Wie die SZ berichtete, müssen Pensionen für Obdachlose auf ihr Geld warten, da dem Jobcenter Personal fehlt. Da dieses Geld, das den Pensionen vertraglich zusteht, zu lange ausbleibt, drohen die Beherbungsbetriebe die Vereinbarungen mit der Stadt zu kündigen. Damit würde die ohnehin schon sehr angespannte Sofortunterbringung von Obdachlosen völlig zusammenbrechen.

Mit insgesamt mehr als 2500 Betten bilden etwa 30 Pensionen das Herzstück der kommunalen Sofortunterbringung in der bayerischen Landeshauptstadt. Nun steigt jedoch aufgrund der Spar- und Krisenpolitik der herrschenden Klasse die Zahl der Obdachlosen auch in München beständig an. Anstatt jedoch den Bestand an Betten zu verstärken, drohen aufgrund der schleppenden Zahlungen des Jobcenters für obdachlose Hartz-IV-BezieherInnen nun eher Kündigungen.

In Zeiten von Krisen, die nunmal ein fester Bestandteil des Kapitalismus sind, wälzen die Reichen und Mächtigen die Kosten schonungslos auf die unteren und arbeitenden Klassen ab. Da bildet die rot-grüne Stadtregierung von München keine Ausnahme. Die ohnehin schon angespannte Situation der Unterbringung von wohnungslosen Menschen, insbesondere bei schwierigen Ausgangslagen wie die von alleinerziehenden Müttern, alten Menschen oder Familien mit minderjährigen Kindern, verschäft sich dadurch zusätzlich. Daher rumort es gerade bei der Stadt, die ja auf ihr "sauberes" Image bezüglich der Wohnungslosen so bedacht ist. Aber die Ärmsten der Armen haben keine Lobby, die ihre Interessen, Bedürfnisse und ihre Würde verteidigen. Gerade in Krisenzeiten schlagen die kapitalistischen "Werte" wie Individualismus, Egoismus und soziale Kälte voll durch.